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PowerLocus Ptouch - Top Pott oder Griff in's Klo?

Vor ein paar Wochen habe ich eine Anfrage über Instagram bekommen, ob ich nicht einmal das aktuelle Kopfhörer-Topmodell, den "PTouch" von der Firma PowerLocus testen möchte. Dieses würde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Das Angebot nahm ich gerne an und konnte es, durch den Versand aus England, kurz vor Weihnachten entgegennehmen. Ich habe es nun ausführlich getestet und werde Dir meine Eindrücke in den nächsten Abschnitten genauer schildern. Diese Kopfhörer wurden mir zwar kostenlos zur Verfügung gestellt, jedoch werde ich meine ehrliche Meinung äußern und negative Punkte auch dementsprechend darstellen.

Quelle: https://www.amazon.de/PowerLocus-Bluetooth-Kopfh%C3%B6rer-Over-Ear-Spielzeit-Schwarz/dp/B07H97B72N/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1545938941&sr=8-3&keywords=powerlocus+ptouch


Quelle: https://powerlocus.com/en/

PowerLocus. Hierbei handelt es sich um ein internationales Unternehmen mit Sitz in England. Das erklärt auch den für den deutschsprachigen Raum merkwürdigen Namen. Anders als es der Name suggerieren würde, handelt es sich um einen Anbieter von Kopfhörern mit gefälliger Optik und solider Technik. Die Produktpalette reicht von In-Ears bis hin zu Over-Ears in der Preis-Range von 30 bis 50,00 €.

Leider herrscht die Impressums-Pflicht nicht in jedem Land, daher ist es nicht so einfach möglich, die Firmenaddresse ausfindig zu machen. Bei Supportfragen gibt es drei verschiedene Nummern für Deutschland, England und Amerika. Den Support habe ich noch nicht getestet, sollte sich daran etwas ändern, werde ich das hier direkt posten.


Das Vorspiel

Meine neuen Kopfhörer kamen gut verpackt bei mir an. Nachdem ich den Außenkarton entfernt habe, strahlte mir die Produktverpackung entgegen. Sie ist sehr gut gestaltet, sieht hochwertig aus und fasst sich auch ebenso hochwertig an. Umso mehr war ich nun gespannt auf die Kopfhörer selbst. Angeboten werden die Ptouch in den Farben Rosé, Schwarz-Rot und Schwarz. Ich entschied mich für Letzteres. 

 

Der Lieferumfang enthält:

 

- PowerLocus Ptouch Bluetooth Kopfhörer

- 3,5mm Klinkenkabel zum analogen Anschluss an jede Aux-Buchse

- Micro-USB zum Aufladen des fest verbauten Akkus

- Aufbewahrungsbox aus Stoff mit Reisverschluss

- Bedienungsanleitung 

- Garantiekarte

Der erste Eindruck

Die Kopfhörer fassen sich sehr gut an, trotzdem der Großteil aus Kunststoff besteht. Für eine bessere Haptik wurden die Kunststoffteile mit einem Softlack überzogen. Wie lange dieser hält, bleibt abzuwarten. Das Material um die Ohrmuschel ist sehr weich und schmiegt sich gut über die Ohren. 

Angeschaltet wird der Kopfhörer über einen Schieberegler auf der linken Ohrmuschel. Direkt darüber befindet sich die Akku-Status LED-Anzeige und darunter die Status-LED, die beispielsweise den Modus zur Kopplung an das Smartphone anzeigt. Der Akkustand wird in drei Farbschritten angezeigt. Die Website macht leider widersprüchliche Angaben, daher wird die Erfahrung zeigen, wie diese Status zu deuten sind.


Rechts daneben befindet sich der Anschluss für das Aux-Kabel, falls einmal die Batterien schlapp machen und man trotzdem noch weiter Musik hören möchte. Das klappt auch einwandfrei ohne Umschalten oder Einrichten des Modus. 

 

Bei dem ersten Anschalten blinkte die Status-Anzeige im schnellen Wechsel rot und blau. Dieses Verhalten kenne ich auch von meinen anderen Bluetooth-Lautsprechern und mir war bewusst, was ich zu tun hatte. Auf meinem Handy suchte ich in dem Bluetooth-Menü den Kopfhörer, wählte ihn aus und er verbund sich sofort. Sobald der Kopfhörer nun angeschaltet wird, baut sich eine stabile Verbindung auf. Bisher hatte ich noch keinen Verbindungsabbruch, kein Rauschen oder Stocken in der Wiedergabe. Das finde ich beachtlich, da auch viele teurere Kopfhörer hiermit Probleme haben. Meine JBL beispielsweise haben des öfteren schon Verbindungsabbrüche gehabt. PowerLocus bewirbt einen eigens für die Kopfhörer entwickelten Bluetooth-Controller. Bisher kann ich zu diesem auch nichts negatives berichten.

Der Klang

Als erstes Lied wählte ich eines meiner Referenzlieder mit einer schönen Frequenzdynamik aus.

Dire Straits mit Money for Nothing.

Wie ein Lautsprechersystem dieses Lied abspielt, verrät mir meistens schon genug, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Erstaunlicherweise (für mich) klingt das Lied nach der Equalizer-Anpassung auf den Kopfhörer wirklich gut. 

Die tiefen Frequenzen werden schön satt abgebildet, die Höhen kommen klar und ohne Schepper oder Kratzgeräusche heraus. Lediglich die Mitten hören sich ein wenig indifferent. Besonders bei rockigeren Genres macht sich diese fehlende Mitten-Dynamik bemerkbar. Speziell im Vergleich mit dem Teufel Real Pure wirkt der Kopfhörer ein wenig überfordert. Jedoch muss man sich noch einmal den Preis in den Kopf rufen. Ich habe noch nie einen 30,00 € Kopfhörer getestet, der SO gut klingt. Der Teufel Real Pure hat eine UVP von 119,00 €. Das ist der vierfache Preis des PowerLocus Ptouch. Ich habe ein paar Freunden den Kopfhörer im Vergleich zu den Teufeln aufgesetzt und beide sind sehr gut weggekommen. Das ist für einen Kopfhörer in der Preislage wirklich hervorragend. Besonders für elektronische Musik, Pop und Hiphop kann ich den Kopfhörer uneingeschränkt empfehlen. Bei Rock, Metal, Jazz verwischen die Frequenzen. Ich kenne aktuell jedoch keinen Kopfhörer, der das in der Preislage bis 50,00 € besser macht.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Lautstärke. Sehr oft werden Kopfhörer verkauft, die bei voller Lautstärke nicht mehr wirklich klangstabil sind oder erst gar nicht eine hohe Lautstärke erreichen. Der Ptouch klingt auch bei hohen Lautstärken gut und lässt sich auch richtig laut aufdrehen. Deutlich lauter als meine JBL. Jedoch ist die Abschirmung nach Außen nicht mehr so gut, sodass der Nebenmann oder die Nebenfrau dann auch schon fast in Mitsing-Lautstärke von der Musik aus den Kopfhörern unterhalten wird. Als gestandener Body-Builder sollte man also entweder nur tageslichttaugliche Musik hören oder genug Selbstbewusstsein mitbringen, wenn man auf das schallernde "Atemlos" aus den Kopfhörern angesprochen werden sollte.

Die Bedienung

Quelle: https://powerlocus.com/de/over-ear/ptouch

Die Bedienung funktioniert über ein Touchpad, das sich über die linke Ohrmuschel erstreckt. Ansonsten findet sich nur noch ein An-/Aus-Schalter direkt darunter. Für jeden Befehl wischt man in die vorgegebene Richtung. Doppeltippen auf das Touchpad pausiert die Wiedergabe. Da die Befehle nicht auf dem Kopfhörer draufstehen, muss man sich die Bedienungsanleitung einmal anschauen, kann dann aber recht flott die Befehle zielsicher eingeben. Das funktionierte bei mir auch einwandfrei. Lediglich bei dem Auf- oder Abziehen der Kopfhörer habe ich des öfteren das Touchpad berührt und unbeabsichtigt ein Lied übersprungen oder das Lied pausiert. 


Das Fazit

Positiv: 

+ Preis

+ Tolle Tiefen und klare Höhen

+ Schöne Oberflächenhaptik

+ Gute Bluetooth-Verbindung

+ Lange Akkulaufzeit

 

Negativ:

- Verschwommene Mitten bei Rock, Jazz, Metal

- An-/Aus-Schalter fummelig

Mir gefallen die Kopfhörer sehr gut. Ich kann sie in dem Bereich bis 50,00 € ausnahmslos empfehlen. Die etwas lahme Frequenz-Dynamik lässt sich zwar nicht wegdiskutieren, wird aber vielen Nutzern wahrscheinlich gar nicht erst auffallen.

Für meine sportlichen Aktivitäten werde ich bei meinen kleinen In-Ear-Kopfhörern bleiben, da mir während dem Laufen und im Fitness-Studio leichtere und kleinere Kopfhörer angenehmer auf dem Kopf sitzen. Die Kopfhörer verrutschten zwar nicht, jedoch empfinde ich die kleineren Kopfhörer als angenehmer bei schnellen Bewegungen. Für mich persönlich ist der perfekte Einsatzbereich zu Hause auf dem Sofa, im Bett, bei'm Kochen, Putzen und merkwürdigerweise auch in der Garage bei'm Schrauben an den Autos und Motorrädern. 

 

Danke, dass Du Dir meinen Artikel durchgelesen hast. Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Überblick geben und Dir Deine Kaufentscheidung ein wenig erleichtern.

Wenn Du Dir den Kopfhörer nun gerne einmal anschauen möchtest, dann folge diesem Affiliate-Link nach Amazon:

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