Nach dem Lauf ist vor dem Lauf

Abwärmen

Auslaufen

Ich kann mich nicht davon freisprechen. Auch ich habe schon einmal nach dem Laufen direkt vor der Haustür von 100 auf 0 abgebremst, mich danach direkt unter die Dusche gestellt und auf's Sofa geschmissen. Damit habe ich ein top Negativbeispiel gegeben, wie Du es ab heute auf keinen Fall mehr machen solltest. 

Die Trainingseinheit ist zu Ende und genau wie sie erst nach dem Aufwärmen angefangen hat, sollte ihr das Abwärmen folgen. Das Auslaufen sollte genau wie das Aufwärmen eine Zeit von ungefähr 5-10 Minuten in Anspruch nehmen. Zum einen hat Dein Körper so die Möglichkeit, seinen Puls langsam herunterzufahren und sich langsam von einer hohen Belastung wieder an eine geringere zu gewöhnen. Zum anderen startet nach der Trainingsphase die Regenerationsphase. Das Auslaufen bietet einen weichen Übergang und lässt die durch das Training produzierte Milchsäure in Deinen Beinen durch die erhöhte Körpertemperatur und den höheren Puls/Blutdruck schneller abbauen. Das heißt, Dir geht es durch das Auslaufen nach Deinem Training besser. Du kannst schneller wieder neue Belastungen meistern und Deinen Stoffwechsel so ankurbeln.

Dehnen

Ich weiß, die wenigsten Menschen dehnen sich gerne. Ich mag es auch nicht. Dehnen ist wie unter dem Sofa Saugen. Du hast zwar etwas gemacht, aber man sieht keinen Effekt, egal wie viel man es auch gemacht hat. Durch Lauftraining kannst Du schneller und länger laufen, durch Krafttraining öfter und schwerer heben. Durch Dehnen kannst Du maximal Deine Gliedmaßen ein wenig weiter aufeinander zu oder voneinander weg bewegen. 

Aber lass uns etwas größer denken. Lass uns Dehnen nicht als Spalte unter einem Möbelstück ansehen, sondern als Keller eines ganzen Hauses. Was genau bewegt Deine Arme? Natürlich, die Muskeln. Aber nicht direkt. zwischen Deinen Muskeln und Deinen Knochen sitzen Sehnen. Diese arbeiten als Umlenkungen und Puffer. Je mehr Du ziehst, läufst oder drückst, umso mehr Kraft müssen Deine Sehnen aushalten. Je trainierter und größer ein Muskel wird, desto kürzer wird er auch. Das bedeutet, dass Dein Bewegungsradius abnimmt. Um dem entgegen zu wirken, kannst Du Dich dehnen, um Deinem Körper die Elastizität zurück zu geben, die er vorher hatte. Dehnen hilft, Deinen kompletten Bewegungsapparat flexibel zu halten. Ohne einen passenden Keller, kann kein Haus stehen. Ohne flexiblen und geschmeidigen Bewegungsapparat nützen die trainiertesten Muskeln nichts.

Ein anderes Beispiel: Es gibt unglaublich wenig Kinder mit Rückenschmerzen. Je älter wir werden, umso kürzer werden unsere Sehnen. Viele Rückenschmerzen lassen sich sehr gut mit Dehnübungen behandeln. Diese Bewegungserweiterung funktioniert auch bei jedem anderen Körperteil.

 

Ich merke es bei meinen Laufeinheiten, wenn ich mich längere Zeit nicht gedehnt habe. Mit mehr Beweglichkeit läuft es sich angenehmer, länger und schneller.

Daher nehme Dir die 5 Minuten nach dem Training und dehne Deinen Körper.

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste
Blogverzeichnis - Bloggerei.de